Ergotherapie für KinderTherapieverfahren

Therapie nach Affolter

Dieses Therapiekonzept, auch Affolter-Modell oder Geführte Interaktions­therapie genannt, wurde von Felicie Affolter für wahrnehmungsgestörte Kinder und Erwachsene entwickelt. Tätigkeiten, die vom Patienten nicht ausgeführt werden können, werden zusammen mit dem Therapeuten durchgeführt. Der Therapeut führt die Hände oder Körperteile aktiv durch die jeweiligen Handlungen. Dabei sollen diese „gespürten“ Handlungen helfen, Alltags­tätigkeiten zu erlernen und selbst umzusetzen.

Zielgruppe und ergotherapeutische Behandlungtop

Das Affolter-Konzept findet Anwendung bei Kindern mit:

  • Entwicklungsauffälligkeiten
  • Verzögerung der motorischen Entwicklung
  • Autismus oder Rett-Syndrom
  • Lernprobleme und Aufmerksamkeitsdefizite

Dabei werden innerhalb der Ergotherapie zum Beispiel Symptome wie mangelnde Handlungsplanung, Koordinationsstörungen, unzureichende Kraftdosierung oder eine herabgesetzte Frustrationstoleranz behandelt. Innerhalb alltäglicher Tätigkeiten, wie z.B. Kochen, Basteln oder Anziehen, vermittelt der Therapeut Spürinformationen über die geführten Hand- und Körperbewegungen.

Fazittop

Das, was der Patient bewusst erlebt und gespürt hat, kann nach mehrmaligem Üben von ihm selbstständig ausgeführt werden. Verfestigt werden diese Erlebnisse durch Erzählen oder Aufschreiben der Situationen. Dieser Ansatz ermöglicht es den Patienten, alltagsbezogen zu lernen.