Ergotherapie für ErwachseneBehinderungen

Körperliche und geistige Behinderungen

Laut einer Veröffentlichung der Bundesregierung leben in Deutschland etwa 8,6 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung.

Definition von Behinderung

Im Sozialgesetzbuch § 2 Absatz 1 heißt es:

Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben der Gesellschaft beeinträchtigt ist.

Laut WHO definiert sich eine Behinderung:

Aufgrund einer Erkrankung, angeborenen Schädigung oder eines Unfalls als Ursache entsteht ein dauerhafter gesundheitlicher Schaden. Der Schaden führt zu einer funktionalen Beeinträchtigung der Fähigkeiten und Aktivitäten des Betroffenen. Die soziale Beeinträchtigung ist Folge des Schadens und äußert sich in persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Konsequenzen.

Behinderungen können sich aus mehreren Behinderungsarten zusammensetzen, dann spricht man von Mehrfach-Behinderungen. Diese können sich aus folgenden Behinderungsarten zusammensetzen: Geistige Behinderung, seelische Behinderung, Körperbehinderung, Lernbehinderung, Sehschädigung, Hörschädigung, Sprachbehinderung.

Ergotherapie bei Behinderungentop

Menschen mit Behinderung haben die gleichen Bedürfnisse wie nicht behinderte Menschen. Auch für sie sind die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine größtmögliche Selbstständigkeit von hoher Bedeutung. Die Ergotherapie unterstützt den Menschen in den eingeschränkten Lebensbereichen. Auch hier werden die Ziele und Inhalte der Therapie individuell auf die Person abgestimmt.

Grundsätzliche Ziele sind die Erhaltung oder Verbesserung:

  • der Selbständigkeit in der Lebensführung, zu Hause oder am Arbeitsplatz, z.B.: Ess- und Anziehtraining, Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln u.v.m.
  • der Kommunikationsfähigkeit und der sozialen Kompetenzen
  • der Hilfsmittelversorgung
  • der Körperwahrnehmung und Bewegungsabläufe
  • der kognitiven Funktionen, wie z.B. Orientierung oder Merkfähigkeit
  • und zudem die Beratung über Hilfsangebote und Möglichkeit finanzieller Unterstützung.

Wissenswertes über das Thema Behinderungentop

Laut einer Veröffentlichung der Bundesregierung leben in Deutschland etwa 8,6 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Das ist etwa jeder zehnte Bundesbürger. Als Ursachen gelten hauptsächlich angeborene Behinderungen (ca. 5%) oder durch Krankheiten (ca. 80%) und Unfälle (ca. 2%) entstandene Handicaps. Behinderungen werden in 55 Kategorien unterteilt und bemessen die vielfältigen Erscheinungsformen der Einschränkungen.

Die geistigen, seelischen und körperlichen Erscheinungsformen haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Leben in unserer Gesellschaft. Etwa 20% der Menschen mit einer Behinderung sind in der Lage, ihren Lebensunterhalt durch eine Erwerbstätigkeit selbst zu finanzieren.

In den letzten Jahren setzt sich mehr und mehr ein neuer Denkansatz (Disability Studies) durch. Anders als die traditionellen medizinischen und pädagogischen Ansätze nehmen die Disability Studies die Perspektive eines sozialen oder kulturellen Modells ein. Danach ist Behinderung das, was Gesellschaft und unsere Kultur daraus machen und weniger der beeinträchtigte Körper an sich. Ein Umdenken innerhalb der breiten Gesellschaft hat zumindest in Ansätzen begonnen.

Hilfreiche Links und Adressentop

Weitere detaillierte Informationen über das Thema Behinderungen sowie Broschüren und Downloads erhalten Sie unter folgenden Adressen: